Alles wie am Schnürrchen

Hildas Läufigkeit begann – lang ersehnt – Ende Oktober. Keine andere Wurfplanung war so umfangreich und aufwendig wie diese. Viele Monate im Voraus nahm ich Kontakte in die Tschechische Republik auf, eine Hochburg der Großspitze.

Aber eins nach dem Anderen, erstmal galt es Kontakt zu den Züchtern aufzubauen, ich hatte einen speziellen Rüden im Blick, aber durch die Entfernung konnte man nicht mal eben hin fahren und ihn in Augenschein nehmen. Also musste der Kontakt zu den Besitzern erst von den Züchtern vermittelt werden, dann anschreiben – spricht man Englisch ja/nein….alles nicht so einfach. Aber es war von Erfolg gekrönt, es entstand ein sehr netter Kontakt mit den Haltern von Darren Zimni sen.

Aber nun ging es erst richtig los, Gesundheitsergebnisse vergleichen, Abstammungen unter die Lupe nehmen. Von Anfang an war ich begeistert von seinen Vorfahren, er vereinigt weiße und schwarze Großspitze aus guten Linien mit den tschechischen Wolfspitzen sowie der amerikanischen Eskimodog Linie. Sein Typus spiegelt den alten Großspitz wieder, keine 50 cm groß aber kräftig gebaut und vor allem alle spitztypischen Merkmale sind zu 100 vorhanden, insbesondere hat Darren die spitzesten und mittigsten Ohren die ich je bei einem Spitz gesehen habe, ein Merkmal was mittlerweile nicht selbstverständlich ist.

Hinterher….

Trotzdem war es diesmal so, dass ein Kennenlernen erst zum Deckakt stattfand, was ich nicht so günstig fand. Denn sollten doch Fehler beim Rüden sein die man nicht tolerieren kann – zum Beispiel das Wesen oder etwaige Fehlstellungen des Gebäudes, wäre man 600 km zurück gefahren und außer Spesen nichts gewesen. Ganz zu schweigen von der Frage, ob die beiden sich überhaupt gut finden.

Stand der Dinge testen

Das Glück spielte aber mit, alles lief vom feinsten, die Besitzer haben unheimlich gut mitgearbeitet und vorbereitet. Und auch das erste Treffen war gleich so vielversprechend, dass klar war, dass wir auf einen guten Deckakt nicht lange warten müssen. Darren, fast 11jährig, ging mit solch einer gezielten, netten Energie ans Werk – ich war begeistert. Und so war gleich am nächsten Morgen ein Bilderbuch Deckakt „im Kasten“.

Wichtig waren Pausen für beide.

Ob sich alles gelohnt hat wissen wir in 25 Tagen, nach dem Ultraschall. Wenn dieser positiv ausfällt, erwarte ich einen Wurf typvoller Großspitze die dem alten Ideal dieser Rasse sehr nahe kommen dürften. Farblich wird es klassisch werden, ganz schwarz oder ganz weiß.

Das „Hängen“ nach dem Decksprung.
Mal gucken ob es was wird.

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